Mischen und Dosieren für jeden Bedarfsfall
In der modernen Kunststoffindustrie stellt die Materialmischung und -dosierung eine präzise Wissenschaft dar. Ihr wird höchste Bedeutung beigemessen, um einerseits höchsten Anforderungen an die Produktqualität, andererseits dem Zwang zur Kostenreduzierung gleichermaßen Rechnung zu tragen. Motan, weltweit führender Spezialist im Bereich Kunststoff-Materialhandling (Trocknen, Fördern, Mischen, Dosieren), unterstreicht seine Kompetenz insbesondere durch eine umfassende Palette an Geräten für das Mischen und Dosieren von Rohstoffen. Ob für den Einsatz bei Spritzgieß- und Blasformmaschinen oder bei Extrudern, ob für die volumetrische oder die gravimetrische Dosiermethode: Motan hat für jeden Kunststoffverarbeiter das passende Gerät im Sortiment.
Volumetrisches Mischen – von METROMIX bis SPECTROCOLOR V
Alle Einheiten, die ein volumetrisches Mischen ermöglichen, arbeiten nach dem bewährten Fall-Mischprinzip. Ohne Einsatz mechanischer Mischer wird eine völlig homogene Komponentenmischung höchster Güte gewährleistet. Die einfachste nach diesem Prinzip arbeitende Einheit ist METROMIX, ein Duo-Mix-Ventil, das während des Fördervorgangs zwei Materialien vermischt. METROMIX kommt hauptsächlich bei der Zuführung von Rezyklat im geschlossenen Kreis zum Einsatz.
Deutlich mehr Möglichkeiten bietet bereits die MINICOLOR Masterbatch Dosiereinheit. Bis zu zwei Nebenkomponenten können, über Schnecken dosiert, optimal mit der frei fließenden Hauptkomponente vermischt werden. Eine Rezepturverwaltung ist je nach eingesetzter Steuerung möglich. Einsatzgebiete für MINICOLOR sind Extruder ebenso wie Spritzgieß- und Blasformmaschinen.
Für die Dosierung von bis zu sechs Komponenten stehen die Geräte der Baureihe SPECTROCOLOR V zur Verfügung. Sie können als Zentralmischstationen oder direkt auf der Verarbeitungsmaschine betrieben werden. Mit einer Reihe technischer Verbesserungen im Vergleich zum Vorgängermodell können aus vier Basiseinheiten, Materialtrichtern in drei verschiedenen Größen und sechs verschiedenen Dosierschnecken im Baukastenverfahren individuelle Konfigurationen zusammengestellt werden. Solche Dosieranlagen für bis zu sechs zu dosierende und eine frei fließende Komponente stellen anspruchsvollste volumetrische Dosiertechnologie dar.
Die Steuerung und Regelung erfolgt über einzelne Regeleinheiten (Grundgerät: Color A Steuerung) bis hin zur Siemens S7 SPS – Blend Control, einem zentralisierten Misch- und Dosier-Regelsystem für die Integration in die Bedienung der Verarbeitungsanlage.
Gravimetrisches Mischen – GRAVICOLOR und SPECTROCOLOR G
In der Baureihe GRAVICOLOR bietet Motan für alle Ebenen der gravimetrischen Mischung und Dosierung verschiedene Dosiersysteme an. Die fünf Modelle der Baureihe decken Produktionsanforderungen aus den verschiedensten Bereichen des Kunststoffmarktes ab. Für kleinste und kleine Durchsatzmengen bei Spritzgießmaschinen kommen die Modelle GRAVICOLOR 30 und 100 als Einzelgeräte zur Anwendung. Für große Materialdurchsätze bei Extrudern sind die Modelle GRAVICOLOR 300, 600 und 1000 ideal einsetzbar. Diese Modelle sind so flexibel konstruiert, dass sie gleichermaßen in Spritzgießbetrieben als zentrale Mischstationen verwendet werden können.
Allen gemeinsam ist die chargenweise, präzise Verwiegung der Materialkomponenten. Sie garantiert, kombiniert mit neu entwickelter Regelungstechnik, eine optimale Dosiergenauigkeit der Nebenkomponenten von bis zu ± 0,1%. Einen wichtigen Schritt bei der Prozessautomatisierung in der Extrusion und eine Steigerung bei der Prozesssicherheit stellen Motans Steuerungssysteme für die Durchsatz- und Meter-Gewicht-Regelung dar.
Die wohl modernste Technik auf dem Sektor der kontinuierlichen gravimetrischen Dosierung von Rohstoffen bietet Motan mit der High-end-Anlage SPECTROCOLOR G, die wahlweise bzw. bedarfsorientiert aus einem vielseitigen Baukastensystem zusammengestellt werden kann. Blends höchster Güte aus bis zu sechs Komponenten können hier jede erdenkliche Rezepturanforderung erfüllen. Absolute Homogenisierung ist dabei gewährleistet. Ein Highlight bei Motans größtem und anspruchsvollstem Blending-System: Die ermittelten Messwerte fließen über die zentrale Anlagensteuerung in die Prozessdatenerfassung ein. Der aktuelle Materialverbrauch der Verarbeitungsmaschine wird mit den Sollwerten verglichen. So lässt sich der Extruder entsprechend nachregeln und der Materialverbrauch optimieren.